Weinlese 2021

von

„Klein aber fein!“

Das diesjährige Berufsgrundschuljahr Winzer besteht aus neun Winzer/-innen und vier Weintechnologen/-innen.

Ein skeptischer Blick zeigt, dass die Trauben aus unserem Schulweinberg dieses Jahr qualitativ nicht besonders gut sind. Grund dafür war ein hoher Druck von Pilzkrankheiten. Viele Trauben haben echten (Oidium) und falschen Mehltau (Peronospora). Dies erforderte besondere Sorgfalt beim Selektieren (Auslesen) der befallenen Trauben. Trotz des schlechten Lesegutes haben sich die Schüler/-innen den Spaß bei der Lese nicht nehmen lassen.

Nach einer kurzen Einweisung in die Technik durch Frau Fries wurden die gelesenen Trauben in die handbetriebene Quetsche gegeben und gequetscht, um die Trauben anschließend maximal auspressen zu können.

Die gequetschten Trauben wurden anschließend in die Hydropresse (diese Presse arbeitet mit Wasserdruck) gegeben. In der Presse bläht sich ein wassergefüllter Ballon auf und presst die Trauben an die Außenwand. Dadurch kann der Most durch die Öffnungen am Gitter ablaufen. Über die Außenrinne läuft der Most in einen Eimer. Dieser wird mithilfe von einem Trichter in den Glasballon gefüllt.

Der Most wurde im Ballon angereichert (mit Zucker versetzt) und anschließend die Hefe dazugegeben, um den Wein zum Gären zu bringen. Nun wandelt die Hefe den Mostzucker in Alkohol und Kohlendioxid um.

Das Reinigen der Gerätschaften bildete den Abschluss der Lese. Im nächsten Schritt folgt die Kellerwirtschaft, von der wir natürlich wieder berichten werden ...

Fotos Michelle Fries, Text Winzer 10 und Frau Höhn

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