Geben Sie Gas - beim Vorstellungsgespräch!

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Ein ernstes Thema lustig und schülernah zu vermitteln, das schaffte Herr Kelber von der AOK. Er informierte im November in der 12. Klasse Ernährung und Versorgung über die perfekte Bewerbung.

Hier die wichtigsten Tipps zum Bewerbungsschreiben:

  • Die optimale Farbe der Bewerbungsmappe ist blau, da dies politisch neutral wirkt.
  • Ein Deckblatt mit Foto ist immer noch Standard. Ein Foto ist keine Pflicht, empfiehlt sich aber immer. Auf Sportkleidung, Kapuzenlook oder auffällige Kleidung verzichtet man dabei lieber.
  • Damit es am Computer ohne Rechtschreibfehler klappt, sollte die Rechtschreibfunktion aktiviert oder der alte Duden zur Hand genommen werden.
  • Für Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren empfiehlt es sich, die Eltern mit Beruf und die Geschwister mit Alter und Beruf anzugeben, da der Arbeitgeber auch das familiäre Umfeld kennen lernen möchte. Volljährige lassen diese Angaben besser weg und geben dafür den Familienstand an.
  • Der schulische Werdegang muss lückenlos aufgelistet sein, dabei wird mit der Gegenwart begonnen. Es gilt möglichst bei der Wahrheit zu bleiben!
  • Sprachkenntnisse und Computerkenntnisse werden immer mit hineingenommen. Auch die Angabe von Hobbies dient dem besseren Kennenlernen.
  • Eine Bewerbung enthält neben den Anschriften, dem Datum und der Betreffzeile immer den Berufswunsch und einen Bezug auf die Anzeige oder das vorangegangene Telefonat. Dann folgen der Grund für die Berufswahl und eine Aussage, warum man der richtige Bewerber für diese Stelle ist. Am Ende steht die Bitte um ein Vorstellungsgespräch.

Worauf schaut der Arbeitgeber beim Zeugnis? Das aufgeführte Verhalten des Bewerbers und das Pflichtfach Religion finden besondere Beachtung des Arbeitgebers. Erst an dritter Stelle werden die Hauptfächer ins Visier genommen, dann alle restlichen Zensuren. Diese sollten maximal zwischen Note 2 und 3 liegen.

Im Vorstellungsgespräch gilt es bei der Kommunikation Gas zu geben und auf andere zuzugehen. Hilfreich ist es, wenn man selbst Fragen stellen kann.

Den wichtigsten Rat gab Herr Kelber aber zum Schluss: Die Schülerinnen und Schüler sollen im Zusammenhang mit der Bewerbung an die sozialen Netzwerke denken. Eine Online-Überprüfung des Bewerbers ist häufige Praxis.

Herr Kelber verabschiedete sich nach eineinhalb Stunden mit den Worten: „ Zeigen Sie sich kommunikativ und keine Angst – man will Sie nur kennenlernen!“

Ulrike Buchner

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