Auftanken an der Milchtankstelle

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Beim Besuch der Hopfengart GbR in Feuerbach und des Betriebs Hörner in Kleinlangheim erlebten die Schüler der LA 11 die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und Stallbausysteme am letzten Schultag hautnah.

Fachkundig führte Otto Hopfengart die Schüler am Vormittag durch seinen Betrieb. Ausführlich und offen stellte er die Betriebszweige Fresser-Aufzucht (Rinder, die zwischen sechs Wochen und einem Jahr alt sind), Bullenmast und Schweinemast vor. Insbesondere ging er auf das Stallbausystem der Mastbullen auf Stroh, die Vermarktung des Fleisches sowie auf die Arbeitswirtschaft und betriebswirtschaftliche Aspekte ein. Es fand ein reger Gedankenaustausch zwischen den Schülern und dem Landwirt statt.

Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen wanderte die Klasse zum zwei Kilometer entfernten Betrieb der Familie Hörner in Kleinlangheim. Dort standen die Milchtankstelle und der mit landwirtschaftlichen Produkten befüllte Verkaufsautomat im Mittelpunkt. Die Milchtankstelle ist einfach zu bedienen. Eine Schiebetüre gibt den Weg frei. Der Automat erklärt sich von selbst, ein schlauer Kasten, der sogar Rückgeld rausgeben kann. Ein Liter der auf fünf Grad heruntergekühlten Milch kostet einen Euro. Geld einwerfen, Behälter hinstellen, Taste drücken – läuft.

Wer hier zapft, kann sich auf den denkbar kürzesten Weg der Milch verlassen – die Kühe sind in Hörweite. Nach dem Melken kommt die Milch in einen gekühlten Tank auf dem Hof. Dort werden bis zu 100 Liter abgezapft und in eine Wanne gefüllt, die dann im Bauch des Automaten landet. Die Kunden können sich so viel Milch abzapfen, wie sie wollen. Das alles erklären Schilder an und neben dem Automaten. Dort steht auch der Hinweis, dass man Rohmilch vor dem Trinken abkochen sollte. Das Ehepaar Hörner berichtete aufgeschlossen von seinen bisherigen Erfahrungen mit der automatisierten Direktvermarktung. Die Milchviehhalter führten im Anschluss die interessierten Besucher durch den Boxenlaufstall und stellten sich ihren Fragen.

Auf der Wanderung zurück nach Feuerbach waren sich die angehenden Landwirte einig, dass die Betriebsbesuche sehr informativ und aufschlussreich waren.

Nach der Zeugnisübergabe entließ die Klassenlehrerin Marlene Nolte die Schüler in die unterrichtfreie Zeit, die für landwirtschaftliche Auszubildende allerdings meist mit der arbeitsreichen Ernte einhergeht.

Marlene Nolte

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