Der richtige Dreh für den Pfannkuchen
Ausbildung: 19 junge Frauen und Männer besuchen in diesem Jahr die Abschlussklasse der Berufsfachschule für Hauswirtschaft. Die Zubereitung einer frischen Mahlzeit für 60 bis 80 Gäste ist für sie zum Ende ihrer Schulzeit kein Problem.
Kitzingen/Ochsenfurt - Die Teigmenge muss genau passen. Christian Beyer gießt ihn in die große Pfanne, kippt das Gerät, damit der Teig sich genau verteilt und gleichmäßig bräunt. Sechs Augen beobachten jeden seiner Handgriffe. Christian Beyer absolviert die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Hauswirtschaft.
Die Küche ist dem jungen Mann und den anderen Prüflingen bekannt - schließlich absolvieren sie dort einmal in der Woche ihren praktischen Unterricht. Die Schüler der Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt im Fachbereich Hauswirtschaft wissen deshalb genau, wo sie in der Großküche in Ochsenfurt hinlangen müssen, wenn sie ein bestimmtes Gerät brauchen. Kippbratpfanne und Kombidämpfer sind heute ein Muss in der Berufsausbildung und kein Problem für Christian Beyer, der sich als Prüfungsthema pikant gefüllte Pfannkuchen ausgesucht hat und diese in der Kippbratpfanne ausbackt.
60 bis 80 Gäste
Magdalene Posner bestückt derzeit den Kombidämpfer mit Hackbraten und gibt die Garzeit und die Temperatur am Gerät digital ein. Sie muss hier besonders auf die Kerntemperatur beim Durchgaren des Bratens achten, denn die größeren Mengen, die hier verarbeitet werden, erfordern auch eine besondere Verantwortung für die Gesundheit der Essensteilnehmer.
In der Großküche werden täglich 60 bis 80 Gäste zum Mittagessen mit einer warmen Frischkostmahlzeit verpflegt. Die Prüflinge können somit in zwei Schuljahren genügend Erfahrung sammeln und sich dort prüfen lassen, wo sie später im Beruf gebraucht werden - im Großbetrieb. Manche Schüler finden es sogar einfacher mit größeren Mengen zu arbeiten, da sie durch moderne Technik unterstützt werden. Denn Großküchentechnik macht einfach Spaß - auch in der Prüfung.
Magdalena Posner kann sich nach der bestandenen Abschlussprüfung als staatlich geprüfte Hauswirtschafterin auch in Bildungsstätten, Kurkliniken, Krankenhäusern oder Senioreneinrichtungen bewerben.
Christian Beyer plant eine weitere Ausbildung zum Restaurantfachmann. Als Hauswirtschafter bringt er bereits Fachkenntnisse mit und findet dadurch leichter einen Ausbildungsplatz.
Während Magdalena und Christian ihre Prüfung also schon hinter sich haben, steht diese heute für Köche, Hotelfachleute, Restaurantfachleute und Fachkräfte im Gastgewerbe an. Sie werden in der Lehrküche der Berufsschule in der Thomas-Ehemann-Straße in Kitzingen die letzte große Aufgabe ihrer Schulzeit absolvieren.
Informationen
Wer Interesse an einer hauswirtschaftlichen Ausbildung hat kann sich an der Berufsfachschule für Hauswirtschaft in Ochsenfurt, Pestalozzistraße 4., Tel. 09331/98130 oder bei Ausbildungsberaterin Beatrix Weber-Hilpert (0931/7904761) informieren.
Die Kitzinger 18.07.2011