Änderung macht Appetit
Wer den Beruf der Hauswirtschafterin lernt, bekommt ab 2012 einen neuen Namen: Staatlich geprüfte Assistentin für Ernährung und Versorgung.
Landkreis KT - „Ja, so würde ich mich gerne nennen", sagt Franziska Hauff, eine Schülerin der Berufsfachschule für Hauswirtschaft in Ochsenfurt, und strahlt. Sie hat soeben von der neuen Berufsbezeichnung erfahren, die zukünftige Absolventen nach einer dreijährigen Ausbildung erhalten. Der neue Berufsabschluss lautet: „Staatlich geprüfte Assistentin/staatlich geprüfter Assistent für Ernährung und Versorgung". Diese Bezeichung gilt für Schüler, die ab September 2012 die Ausbildung beginnen.
Die Ausbildung wird ab dem zweiten Ausbildungsjahr durch Wahlbausteine vertieft, teilt die Berufsschule mit. Diese Schwerpunkte können von den einzelnen Berufsfachschulen je nach den Bedürfnissen der Region flexibel gesetzt werden. Die Schwerpunktbildung kann sich zum Beispiel auf Gastronomie und Tourismus oder die Grundversorgung und Betreuung alter Menschen, Behinderter, Jugendlicher oder Kinder richten. Dadurch werden die Schüler auf den realen Arbeitsmarkt vor Ort besser vorbereitet, wodurch" Ausbildung und Arbeitsplatz besser aufeinander abgestimmt werden.
Das neue Konzept bietet Schülern, die mit dem mittleren Schulabschluss in die Ausbildung eintreten, die Möglichkeit einer Ausbildungsverkürzung. Dadurch ist es für diese Schüler möglich, eine ortsnahe Ausbildung zu absolvieren. Der Wechsel aus der Grundstufe (Klasse 10) einer Berufsfachschule für Hauswirtschaft in die 11. Klasse der dualen betrieblichen Ausbildung wird weiterhin gesichert. Auch hier sind die Möglichkeiten der Ausbildungsverkürzung für Schüler mit mittlerem Schuabschluss weiter verbessert worden.
Nähere Informationen erteilt die staatliche Berufsfachschule für Hauswirtschaft Ochsenfurt. Telefon: 09331/9813-0.
Die Kitzinger 15.11.2011